Der Offene Dialog

„Offener Dialog“ als Übersetzung des im englischen gebräuchlichen „Open Dialogue“ bezeichnet eine Weise des Sich – In- Beziehung- Setzens, bei der dem Respekt vor dem Anderssein des Anderen besondere Bedeutung zukommt. In einer Begegnung auf Augenhöhe, in der jeder Teilnehmer als Experte für seine Lebenserfahrungen ernst genommen wird, ist alles, was gesagt wird, von Bedeutung. Dieses Prinzip soll nicht nur in sogenannten professionellen Kontexten gelten, sondern erweist sich als eine Art zu Sein und greift damit philosophisch- historisch gewachsene Überlegungen zum Dialog im menschlichen Miteinander auf.

Jaakko Seikkula

In einem etwas engeren Sinne hatte sich aus einer Unzufriedenheit mit den Behandlungsergebnissen bei Psychosen in den 80- Jahren in Turku/ Finnland unter Leitung von Yrjö Alanen die bedürfnisangepasste Behandlung (Need Adapted Treatment) entwickelt, die psychodynamische Überlegungen aufgriff und dann zunehmend Ideen und Vorgehensweisen aus der systemischen Therapie integrierte, was dann von Tom Andersen (das reflektierende Team) und Jaakko Seikkula (Netzwerkorientierung) zum Open Dialogue weiterentwickelt wurde.

Im Folgenden sollen die Prinzipien dieser Behandlungsform kurz dargestellt werden:

- Die Therapieversammlung...

- Die sieben therapeutischen Prinzipien...

- Zwei weitere Besonderheiten...

- Notwendige Rahmenbedingungen...